Lassen Sie sich inspirieren

Wir stellen Ihnen im folgenden Titel vor, die uns beschäftigt haben; mit denen wir uns länger befassen mussten, um ihre Besonderheit zu verstehen. Manchmal sind es seltene, abwegige Ausgaben; manchmal sind es Vorbesitzer, die einen Titel besonders machen; manchmal ist es eine ungewöhnliche Druckvariante.

Das Antiquariat lebt für die besondere Expertise. Wir beschäftigen uns Tage, Wochen und auch mal Monate mit einem Titel, weil wir die Widmung entziffern möchten, die Ausgabe in einem Katalog suchen, den [fingierten] Drucker ausfindig machen möchten. Seine Besonderheit macht ein Buch einzigartig. 

Die Insel Wak-Wak

Steinzeichnungen von Max Slevogt

Max Slevogt/ F.P. Greve [Übertr.]; Die Insel Wak-Wak. Eine Erzählung aus 1001 Nacht. [Steinzeichnungen Max Slevogt. Übertragen aufgrund der Burton’schen englischen Ausgabe F.P.Greve]. Numeriert und signiert. Berlin, Bruno Cassirer, 1921.     Seideneinband mit Farblichtdruck von Slevogt, montiertes Rückenschild, Folio [43x33 cm], 54 Steinzeichnungen von Max Slevogt, 146 S.; –Einband fleckenspurig und mit kleineren Beschädigungen, Bezug an den Kapitalen beschädigt, 1 Ecke gestaucht, Bindung am Fuß angeplatzt, Papier leicht stockfleckig, neben den Beschädigungen des Einbandes gutes Exemplar.

Nr. 26 von 360 Exemplaren. Bilddruck M.W.Lassally, Berlin. Buchdruck W.Drugulin, Leipzig.

Preis: 1.000,- €

Die Zierform.

Monatsblätter für ornamentale Kunst.

III. Jahrgang [1910].

Die Zierform. Monatsblätter für ornamentale Kunst. III. Jahrgang [1910]. 60 einzelne Blätter [vollständig]. Elberfeld, Schöpp&Vorsteher, o.J.[1910]. 
Halbleinenmappe mit Kordelschließe, 4°, 60 einzelne Blätter [vollständig]; –Kanten bestossen, Tafeln etwas gebräunt, gutes Exemplar.

Die Blätter sind im KVK weltweit nicht nachweisbar. Gestalter: Paul Siegel, Josef Pilter, Ph. Schäfer, Heyer, Damme, Wilh. Schmidt, Julius Mermagen, Alfons Peerboom, E. Kalbskopf, Joh. Steinmüller, H.Hanft, Rud. Heinze, J.Rittershaus, Philipp de Lassale, Max Glück, Paul Meinke, Fritz Moser, Gebr. Pilters, Franz Müller, Wolde&Ohlert, Peter Steffen, W.Wagner, Aug. Korten, 

Preis: 640,- €

Beiträge zur Biologie und Morphologie der

Orchideen.

Thilo Irmisch [1853]

Irmisch, [Johann Friedrich] Thilo; Beiträge zur Biologie und Morphologie der Orchideen. [Verfasserexemplar mit zahlreichen Anmerkungen und handschriftlichen Beilagen]. Leipzig, A. [Ambrosius] Abel, 1853. Einzige Ausgabe.

Preis: 1600,-

Halbleinwandband, 4°, 6 lithographierte Tafeln, VIII, 82 S., handschriftliches Rückenschild;– berieben, 1 Gelenk angeplatzt, vereinzelt etwas stockfleckig, einige unvollständige (Post)stempel. durchweg mit leichter doppelter Knickfalte, 2 Tafeln mit kleinen alt hinterlegten Einrissen.

Der Band stammt vermutlich aus dem Nachlass von Irmisch [1816-1879] und trägt den Besitzvermerk Else Hallensleben [nach der Todesanzeige seiner Tochter Marie wohl seine Enkelin; vgl. Thüringer Tageblatt 1935; 149], außerdem enthält er auf 8 Seiten Anmerkungen wohl von Irmischs Hand.  – 

Tafel V mit 5 ergänzenden kleinen Bleistiftzeichnungen am Rand sowie ergänzender Textbemerkung. Ein beiliegendes Blatt mit dem Textbeginn *Calypso bulbosa, 28. Januar 1853* scheint auch von Irmisch zu stammen. Die Tafeln IV u. VI tragen außerdem monogrammierte Bemerkungen des Lithographen Emil Wilhelmi aus Leipzig u.a. zur Druckqualität u. zu Korrekturen.

Beiliegend: 2 Beiträge Irmischs aus *Flora* 1854, Nr. 33 bzw. 40 sowie 1 gefaltete lithographierte Tafel. Regensburg 1854. 12 S. bzw. S. 625-627. –  Pritzel 4491. – Stafleu/Cowan 3185. – NDB X, S. 183: *Insbesondere hat er die Kenntnis der heimischen Orchideen weiter gefördert...*. – Zur Zeitschrift *Flora* vgl. Kat. Gelehrtes Regensburg 6.12 u. 6.13. 

Dictionnaire de Marine [1742].

Anonym [Nicolas Aubin]; Dictionnaire de Marine contenant les termes de la navigation et de l’architecture navale avec les regles et proportions qui doivent y etre observees. Le Haye ['s-Gravenhage], Adrian Moetjens, 1742, 3. edition, revue, corrigee & augmentee.
Ledereinband der Zeit, 5 Bünde, 1 Frontispiz J. Lamsveld, 6 Bl, 879 S., [1 S.], zahlreiche Abbildungen im Text, 25 Tafeln z.T. gefaltet; –Kanten berieben, Bindungen gebrochen, einige Lagen stärker gebräunt, insgesamt aber saubere Seiten, Tafeln mit nur kleinen Einrissen, 1 Tafel etwas knickspurig,  vollständig collationiertes, insgesamt gutes Exemplar.  

Nach der ersten Ausgabe , Brunel, Amsterdam 1702, erschien die zweite Ausgabe bei Coven & Mortier, 1736. Corneille Mortier erbte den Verlag für Kartographie des Vaters. 1721 begründete er mit Jean Covens eine Partnerschaft, nachdem dieser seine Schwester, Agatha Mortier, geheiratet hatte. Im gleichen Jahr erwarben Covens & Mortier das niederländische Verlagshaus de Wit. Covens & Mortier trugen viel zum Erfolg der französischen Verleger und der Verlagerung der Kartenherstellung Anfang des 18. Jahrhunderts von den Niederlanden nach Frankreich bei. Covens & Mortier verlegten Werke von Nicolas Sanson (1600–1667), Alexis-Hubert Jaillot (1632–1712) und Guillaume de l'Isle (1675–1726), aber auch späten niederländischen Meisterkartographen, wie Frederik De Wit und Hugo Allard (1620–1684), und natürlich Pierre Mortier selbst. Diese dritte, vermehrte Ausgabe erschien bei Adrian Moetjens. Der Text ist auf französisch und des Lemma enthält jeweils eine kurze niederländische Erklärung.

Nicolas Aubin, geboren 1655 in Loudun, Frankreich, gestorben in London.- Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes ließen man ihn unter dem Vorwand, er halte unerlaubte Versammlungen ab, verhaften. Nach drei Tagen im Gefängnis erhielt er die Erlaubnis, nach Holland zu reisen, wo ihn die Notwendigkeit, sich eine Existenzgrundlage zu verschaffen, eine literarische Laufbahn einschlagen ließ. Das erste Werk, das er veröffentlichte, war eine Geschichte der Teufel von Loudun, in der er kunstvoll darstellte, wie ein Groll Richelieus und Pater Josephs 1634 einen Priester auf den Scheiterhaufen brachte, der sich durch sein Wissen und seine Beredsamkeit Neider gemacht hatte. 1698 veröffentlichte er eine Übersetzung des Lebens von Michiel de Ruyter von Gerard Brandt. Danach sammelte er Material für sein Marinewörterbuch, das 1702 in Amsterdam erschien [Fr.Wikipedia].

Illustrationen: J.Lamsveld, T.V.Schley, D.S.                                         Preis: 2.400,- €

Sämmtliche Giftgewächse Deutschlands, naturgetreu dargestellt und allgemein faßlich beschrieben [1831].

Eduard Winkler; Sämmtliche Giftgewächse Deutschlands, naturgetreu dargestellt und allgemein faßlich beschrieben. Mit einer Vorrede von Fr.[Christian Friedrich] Schwägrichen. Berlin, In Commission bei W. Natorff, 1831.

Marmorierter Pappband der Zeit, 8°, xi, 119 S., 93 [statt 96] handkolorierte lithographierte Tafeln [nach Carl Erdmann Menzel u. Adolph Menzel]; –Kanten etwas berieben, Papier leicht gebräunt, Tafeln leicht fleckenspurig, 3 Tafeln nicht eingebunden, 93 farbkräftige, frische Abbildungen.

Preis: 800,- €

Neu-eröfnete vollständige, wohlgezierte Rechen-Stube

Das ist: wohlgegründetes, höchstnützliches Rechenbuch.

Frühes, seltenes Rechenbuch

Mülheim am Rhein, J.C.Eyrich, 1789, 10. Auflage, etwas verbesserte und vermehret. 

Regula de Tri [Dreisatz] sowie für Kaufleute nützliche Tara-, Wechsel- und Zinsrechnungen.

Von Servatius Schlyper, 

laut Titel Sing-, Schreib- und Rechenmeister an der reformierten Pfarrschule in Elberfeld.

Die erste Ausgabe dieses seltenen Rechenbuches war 1734 erschienen, die letzte 1803. - *Das Buch von Schlyper war ein Erfolg. Es erlebt bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mindestens zehn Auflagen. Dies war sicher nicht allein der Nachfrage für den Schulunterricht geschuldet ... Der Erfolg, den das Rechenbuch von Schlyper im Bergischen offenkundig hatte, liegt vor allem wohl daran, dass er seine Rechenbeispiele aus der Praxis nahm und sie in der bergischen Region festmachte.

So finden sich in großer Zahl Rechnungen, die den Kaufleuten in seiner Heimatstadt Elberfeld, die ein Zentrum der Garn- und Tuchproduktion war, nützlich sein konnten.* [Wesoly: Rechenunterricht und Rechenbücher im Herzogtum Berg].

Halbledereinband der Zeit, 8°, 8 Bl., 240 S.; –Kanten beschabt, Kapitale beschädigt, Bezugspapier z.T. abgelöst, Kanten bestossen, Papier gebräunt.

Preis 480,- €

Die Schule von Salerno

11. Jahrhundert; Süditalien; frühe Medizinschule, verbindet arabisches, jüdisches und lateinisches Wissen

Johannes *Mediolanensis* / D.G.S. [Gottwald Schuster] [Hrsg]; Schola Salernitana, Oder Salernitanische Schule, Die Gesundheit zu erhalten, In teutsche kurze Verse übersetzt; Nebst noch einigen Medicinischen Rathschlägen.

Franckfurth und Leipzig, 1750.  Pappband der Zeit, 8°,  VII, 281 S., 3 Bl; –Kanten berieben, Papier gebräunt, gutes Exemplar.

Preis: 520,- 

In Salerno, südlich von Neapel, entstand im 10. Jahrhundert eine der bedeutenden Medizinschulen, vielleicht eine der ersten Hochschulen für Medizin, die sich vor allem durch ihre Rezeption europäischer, arabischer und jüdischer Traditionen hervortat.

Das im 13. Jahrhundert entstandene  Regimen Salernitanum (scholae Salernitanae), ein diätetisches Lehrgedicht, wird mitunter als pseudo-salernitanisch angesehen, hat also eventuell seine Wurzeln nicht mehr in der Schule von Salerno. Als Verfasser der Schrift gilt Johannes von Mailand [Mediolanensis]. [Wikipedia/ Weiz, S. 226].

Erkrankungen der Nabelschnur. Habilitationsschrift von 1832.

Mit einer Kollegenwidmung

Robert Froriep, ; De funiculi umbilicalis defectu commentatio academica. [Mit einer handschriftlichen Widmung für den Göttinger Chirurgen und Anatomen Konrad Johann Martin Langenbeck].

Blauer Glanzpapierumschlag d. Zt., 8°, 42 S., 1 leeres Blatt, 1 Tafel nach Zeichnungen des Verfassers; –etwas stärker bestossen und gestaucht, einige Seiten stärker knickspurig, Fuß fleckig.                               Preis 300,- € 
„Sr. Hochwohlgeboren / Herrn Hofrath Professor / Dr. Langenbeck / hochachtungsvoll und ergebenst / der Verfasser“.

– „Sein vorzügliches Zeichnen- und Maltalent, das er schon bei seinen bisher publicirten Arbeiten bewährt hatte ... kam weiterhin auch noch bei allen seinen nachfolgenden Publicationen, die fast sämmtlich mit Abbildungen versehen sind, zur Geltung ...“ (Hirsch/Hüb. II, S. 635). –  Hirsch/Hüb. III, 667f. (Langenbeck). – Nicht bei Waller u. Wellcome. –

Eine systematische Darstellung des Straßenbaus.  Wien 1807.

Joseph Schemerl: Ausführliche Anweisung zur Entwerfung, Erbauung, und Erhaltung dauerhafter, und bequemer Straßen. Erster bis dritter Theil. 3 Bände. Wien, Degen’sche Buchhandlung, 1807. 

Halbledereinbände, Lederecken, rote/ blaue Rückenschildchen, 8°, XIV, 1 Bl, 461 S., 2 Bl, 10+1 Tafeln/ 2 Bl, 472 S., 1 Bl, 9 Tafeln, einige gefaltete Tabellen/ VI, 425 S., 1 Bl, 8 Tafeln; –Kanten berieben, leicht gebräunt, Tafeln in gutem Zustand, schöne Exemplare.

Schemerl, ab 1811 Ritter von Leythenbach, 1752 in Laibach geboren, war einer der einflußreichen Tiefbauingenieure der Habsburgermonarchie. Seine Leistungen betreffen die Donauregulierung, aber auch der Entwurf für das Polytechnischen Instituts am Karlsplatz. Die hier angebotene Schrift stellt eine systematische Darstellung des Straßenbaus dar, von Entwurf, Planung, Durchführung, Finanzierung, Anleitung der Arbeiter bis hin zur Erhaltung und Reparatur von Straßen.



Preis: 1.600,- €

Teil 1: *Die verschiedenen Constructionsarten der Straßen, nebst den Grundsätzen und der Anleitung zur zweckmäßigen Entwerfung vollständiger Straßenprojecte.; 2: Die Anweisungen, wie der Bau einer neuen Straße gehörig eingeleitet, wirthschaftlich und zweckmäßig ausgeführt, und nach seiner Vollendung zur weiteren Unterhaltung ordentlich übergeben werden solle. 3: Die Anleitung zur zweckmäßigen Unterhaltung der hergestellten Straßen; das dabey zu beobachtende Manipulations-System; und die nöthigen Hülfsmittel zur Erhaltung des guten Standes der Haupt-Straßen, so wie der Seitenwege; nebst einem Anhange. Alle drei Bände aus dem Besitz der *Tetschner Bibliothek* mit dem typischen roten Wappenstempel. *Mit ihrem Schwerpunkt auf der Literatur zur praktischen Vermittlung von Wissen, verfügte sie über einen Bestand von etwa 90.000 Bänden, darunter etwa 300 Handschriften, ca. 100 Inkunabeln, Erstausgaben deutscher, tschechischer und französischer Klassiker gehörte die Tetschner Bibliothek Anfang der 1930er Jahren zu den größten Bibliotheken in der Tschechoslowakei. [GBV].

Alfons Mucha und die Adamiten

Svatopluk Cech / Alfons Mucha [Illustroval]; Adamite. [Buchschmuck und Illustrationen von Alfons Mucha]. Praze, F. Simacek, 1897. Goldgeprägtes blaues Leinen, Lex-8°, 124 S., 2 Bl, zahlreiche Illustrationen und Vignetten, davon 2 doppelblattgroß und 14 ganzseitig; –Einband berieben und etwas gebräunt. Papier gleichmäßig gebräunt, gutes Exemplar.

Als Adamiten bezeichnet man [abwertend?] die nach Adam und Eva das einfache Leben suchen, so *die Brüder und Schwestern des freien Geistes und namentlich eine Gruppe der Taboriten im 15. Jahrhundert, welche nach ihrem Gründer, dem Bauern Niklas, auch Nikolaiten genannt wurden. 

Diese hatten kein Privateigentum und vertraten Formen Freier Liebe. Viele waren angeblich im Alltagsleben unbekleidet.* [Wikipedia] Der Illustrator des Jugendstil Alfons Mucha illustrierte für den Autoren Cech dessen lyrisches Epos. Text Tschechisch.

Preis: 600,- €

Pressendruck von Rudolf Koch

Fritz Reuter; Hanne Nüte un de lütte Pudel. ne Vagel- un Minschengeschicht. [1. Buch der Rudolfinischen Drucke]. Offenbach a.M., Wilhelm Gerstung, 1911.

Halbpergament, kl-8°, 296 S., 18 Bl, Druck in dunkelrot und schwarz, Kollophon in hellblau; –leicht berieben, wenige braunflecken, sehr hübsches Exemplar.

Gemeinsame Arbeit von Rudolf Koch und Rudolf Gerstung im November 1911; Nr. 126 von 300 Exemplaren. Titel und Kapitel-zahlen  in Holz geschnitten von Rudolf Koch,  Überzugspapier in Wasserfarbendruck hergestellt, Rückentitel  mit der Hand geschrieben.

Preis: 180,- €

Anonymes Osterhasenbuch 1920er Jahre–weltweit ohne Bibliotheksnachweis.

Anonym; Hast du den Osterhas gesehn? [Buchnummer O/2518]. s.l.[um 1920].

Pappband, kl-8°, Querformat, 4 Bl, farbig illustriert; 

Kanten bestossen, Einband berieben, wenige Kritzeleien.

Bestellnummer: 16955
Preis: 140,00 €

Friedrich von Hagedorn: Der Hamburger Dichter der Lebenskunst und Liebeslust wunderbar illustriert

Friedrich von Hagedorn; Poetische Werke des Herrn Hagedorn. I.–V. Theil. [22 Kupfer von Johann Rudolf Holzhalb]. In 2 Bänden gebunden. Bern, Beat Ludwig Walthard [Gedruckt Abraham Wagner], o.J.[1766]–1771.

Zwei Halbledereinbände, kl-8°, xxxii, 164 S. / 208 S. / 183 S. / 230 S., 3Bl / 196 S. 2 Bl, 1 Frontispiz [Van der Schmissen/I.R. Holzhalb], 1 gestochenes Titelblatt [S.H.Grim/ I.R.Holzhalb], 15 Kupfer [S.H.Grim/ I.R.Holzhalb], 5 anonyme Kupfer;

–Kanten berieben, Rücken 2. Band beschädigt, Außengelenke geplatzt, einige Lagen mit Kickspuren, Papier und Drucke in gutem Zustand.


Bestellnummer: 16538
Preis: 340,00 €

I.R.[Johann Rudolf] Holzhalb 1723–1806 / S.H.Grim ist Samuel Hieronymus Grimm 1733–1794.

Freie und Abrissstadt Hamburg – was der Speicherstadt im Wege stand.

A. [Albert] Erbe/ Chr. [Christoph] Ranck;
Das Hamburger Bürgerhaus. Seine Bau- und Kunstgeschichte. Mappe [vollständig]. Hamburg, Boysen & Maasch, 1911.

Die Foliomappe enthält 91 große Tafeln mit zahlreichen fotografischen Abbbildungen und Rissen.

Albert Erbe kam als Bauinspektor nach Hamburg und dokumentierte Hamburgs Bauverluste vorallem in der Altstadt. Der Textband enthält Erbes Dissertation an der Technischen Hochschule Charlottenburg „Die architektonische Entwicklung des Äußeren.“ 

Einige Abbildungen müssen aus der Zeit vor 1880 stammen, da v.a. die abgebildeten Häuser auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm in dieser Zeit für den Bau der Speicherstadt abgebrochen wurden.


Bestellnummer: 8852
Preis: 980,00 €

Mappe, Halbleinen, gr-2°, Textband, 100 S., 204 Abbildungen im Text, 91 Tafeln mit zahlreichen s/w Fotografien und Teilansichten;–Mappe etwas berieben, Einband etwas gebräunt, Tafeln mit Randbräunung, etwas bestossen und gelegentlich mit kleineren Einrissen, vollständiges, gutes Exemplar.

Herwegh: Der Dichter des Vormärz – ein Zeitgenosse Heines

Anonym;
Gedichte eines Lebendigen. Mit einer Dedikation an einen Verstorbenen [Hermann von Pückler-Muskau ]/ Gedichte eines Lebendigen. Zweiter Band. Bände 1+2 in der Erstausgabe. Zürich+Winterthur, Verlag des literarischen Comptoirs, 1841+1843.
Erstausgabe; WilpertG2, 2+4.



Bestellnummer: 16350
Preis: 310,00 €

Gelbe Pappbände d.Z., 8°, 200 / 171 S.; –Ecken etwas gestaucht, Titelblätter gestempelt, einheitliche, schöne Exemplare.

Der Verlag des Buchdruckers Ulrich Reinhart Hegner (1791–1880), nannte sich nach 1840 Litterarisches Comptoir Zürich und Winterthur. Als Hrsg. fungierte Julius Fröbels, der als Ziel angab, *eine Verlagsbuchhandlung zu gründen, welche sich die Übernahme und Verbreitung zensurpflichtiger Schriften zur Förderung des in Deutschland erwachten politischen Geistes und zugleich den literarischen Kampf gegen die in der Schweiz ausgebrochene Reaktion zur Aufgabe machte* [Quelle: Wikipedia].

Göthes *Herrmann und Dorothea* in der Ausgabe von 1798

J.W. [Johann Wolfgang] von Göthe

Herrmann und Dorothea. Berlin, Friedrich Vieweg dem älteren, 1798.

Bestellnummer: 16589
Preis: 340,00 €

Marmorierter Pappband der Zeit, Rückenschildchen, Goldrandung, 16°, 1 Bl, 174 S., 1 Bl; – Rücken stärker berieben, Kanten bestoßen, Papier sauber, einige Kritzeleien auf dem hinteren Vorsatzblatt.

Goethes Hermann und Dorothea erschien zuerst 1797 als *Taschenbuch für 1798* mit 7 Bl Kalendarium und 8 Tafeln mit Illustrationen [WilpertG2, 52]. Der hier vorliegende Druck übernimmt den Druck der Erstausgabe ohne Kalender und Kupfer. [Hagen 231c].

'Sage mir, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhst am Mittag, damit ich nicht umherirren muss bei den Herden deiner Gesellen.'

Elfriede Weidenhaus;
Das Hohelied Salomos. [2. Druck der Zikadenpresse]. Stuttgart, Zikadenpresse, 1990.
80 numerierte und signierte Exemplare, hier die Nr. 18. Von Elfriede Weidenhaus Impressum signiert. 

Handgezeichnete und -kolorierte Leinenmappe, 2°, 17 lose, einfach gefalzte Blätter, je eine ganzseitige Zeichnung und Illustrationen im Text; –Mappe minimal geblichen, tadelloses, sehr gutes Exemplar.

Die Deckelillustration ist eine originale Handzeichnung der Künstlerin. Vorwort Ekkehard Hieronimus. Typographie Willi Kornher. Schrift Garamond mager und kursiv. Papier Büttenpapier Alt-Nürnberg 270gr/m2.

Bestellnummer: 9373
Preis: 1.090,00 €

Der junge Friedrich, von August Lewald biographisch erzählt.

August Lewald; Aus dem Leben Friedrichs des Großen.
1. Katte. Aus dem Jugendleben Friedrichs des Großen.
2. Rheinsberg.
Stuttgart, Krabbe, 1840+1841. 2 Bände.
Goldgeprägte, private Pappbände, 8°, IV, 318; VIII, 342 S.; – Einbände etwas berieben, Papier gebräunt, Namenseintrag auf den Vorsätzen, insgesamt gute Exemplare.

Lewald war ein deutscher Schriftsteller und Publizist, ein Freund Heines, Intendant des Nürnberger Theaters und Regisseur am Stuttgarter Hoftheater, lebte von 1792 bis 1871. Hier versucht er eine romanartige Verarbeitung des historischen Wissens über die Jugendzeit Friedrich des Großen.

Preis: 280,- €


Die Aufklärung der Künste durch die Vernunft: Gottscheds "Versuch einer Kritischen Dichtkunst für die Deutschen" [1737].

Johann Christoph Gottsched; Versuch einer Kritischen Dichtkunst für die Deutschen; Darinnen erstlich die allgemeinen Regeln der Poesie, hernach alle besondere Gattungen der Gedichte, abgehandelt und mit Exemplen erläutert werden, Ueberall aber gezeigt wird: Daß das innere Wesen der Poesie in einer Nachahmung der Natur bestehe. Leipzig, Bernhard Christoph Breitkopf, 1737, zweyte und verbesserte Auflage, mit allergnädigster Freyheit.

Ledereinband der Zeit, 8°, 7 Bl, 736 S., 7 Bl, 1 gestochenes Frontispiz von Wernerin/ Bernigeroth, zahlreiche Textvignetten; –Einband berieben, Rückengelenke angebrochen, etwas Wurmfraß, wenige Bleistiftanstreichungen, Papier mit nur wenig Bräunung.

[Anstatt einer Einleitung ist Horatii Dichtkunst in deutsche Verse übersetzt, und mit Anmerkungen erläutert]. Gottsched: Der Weltweisheit und Dichtkunst öffentlicher Lehrer zu Leipzig. Fingerprint: aste eron s.n; unde 3 1737R



Bestellnummer: 16492
Preis: 1.100,00 €

Fotografien aus dem Berlin der 1910er Jahre

Rudolf Dührkoop / Waldemar Titzenthaler / E.v. Brauchitsch [Fotografie]; Das malerische Berlin. Bilder und Blicke. Folge 1 bis 3. [Hrsg. vom Märkischen Museum. Einführung Dr. Reicke. Text Max Osborn]. 3 Mappen. Berlin, Julius Bard, 1911, 1912, 1914.





Bestellnummer: 16483
Preis: 180,00 €

Motive: I. Königliches Schloß (Der grüne Hut) / Im Grauen Kloster / Hof im Krögel / Blick auf den Inselspeicher / Schloß Monbijou / Am Krögel / Schloßterrasse an der Spree / St. Michaels-Kirche / Die alten Königskolonnaden / Am Zeughaus / Im Krögel / Neu-Kölln am Wasser. II. [Blätter zur Baugeschichte] Südportal Nikolaikirche / Schloßapotheke / Erster Schloßhof / Garten der Loge Royal York / Prinzessinnen-Palais / Ministerium des Königlichen Hauses / 

Kupfergraben Nr.7 / Ephraimsches Palais / Gendarmenmarkt / Jungfernbrücke / Altes Museum / Märkisches Museum III. [Alte Winkel und Höfe] Nikolaikirchhof / Fischerstraße Nr.5 / Klosterkirche / Klosterstraße Nr.87 / Stralauer Straße Nr.44 / Tiergartenstraße Nr.28 / Petristraße Nr.15 / Alte Tiergartenmühle / An der Fischerbrücke Nr.4 / Garten Schicklerhaus, Gertraudtenstraße Nr.16 / Großer Jüdenhof / Gartenpavillon Albrechtstraße Nr.12.

Mappe, Kordelbindung, Folio, 2 Bl, je 12 Tafeln mit montierten Bildern in Kupfertiefdruck; –Mappen angerändert und leicht geblichen, Text und Tafelseiten in gutem Zustand, vollständig.

Bilder und Gedanken aus der Welt des Fahrtensegelns 1920

Hans Domizlaff;
Dirk III. Bilder und Gedanken aus der Welt des Fahrtensegelns. Mit Schutzumschlag. Berlin, Klasing, 1934.     

Pappband, montiertes Deckelschildchen, original Schutzumschlag, gr-8°, 280 [1] S., zahlreiche, meist ganzseitige, fotografische Abbildungen, 3 Risse der Yacht Dirk III; –Kanten leicht berieben, Umschlag stärker berieben und mit einigen Ein- und Ausrissen, gutes Exemplar.

Bestellnummer: 13821
Preis: 140,00 €

Mit einer handschriftlichen Widmung: *Startpreis, Sonntag 21. Juni 1936 / Travemünder Woche 1936/ Lübecker Yacht-Club*.


Der Hamburger Werbefachmann Hans Domizlaff [1892-1971] sammelt im Alter von 19 Jahren erste Segelerfahrungen auf der Flensburger Förde. Mit seinen Schiffen Dirk II und Dirk III unternimmt er in den 1920er Jahren ausgedehnte Touren von Eckernförde aus durch die Ostsee bis in die Norwegischen Fjorde und zum Nordkap. In zwei faszinierenden Fahrtenberichten beschreibt er seine Erlebnisse...

In den 1930er Jahren setzt sich Domizlaff für die Einführung einer Einheitsklasse in der deutschen Fahrten- und Regattasegelei ein. Unter dem Einfluss von Henry Rasmussen legte Domizlaff 1932 ein Konzept für das Wal Boot vor, um den Segelsport einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen. Er testete ausführlich das Starboot [im Volksmund auch *Apfelsinenkiste*], welches bis 2016 eine olympische Bootsklasse war. Domizlaff war Mitglied des Segelclub Eckernförde.

Der komplette Darwin in der ersten deutschen Ausgabe in 16 wunderschönen Bänden mit über 400 Karten, Stichen, Tafeln

Charles Darwin;
Ch.Darwin’s gesammelte Werke. [Übertragen J.Victor Carus. Autorisierte deutsche Ausgabe].
Vollständige, einheitliche Halblederausgabe. 16 Bände. Stuttgart, E.Schweizerbart [E.Koch], 1873–1890, 1.–5. Auflage.


Bestelnummer: 16464
Preis: 2.400,00 €

Goldgeprägte Halbledereinbände, 8°, 5 falsche Bünde, marmorierte Bezugs- und Vorsatzpapiere [blau-weiß-braun],  1 Porträt nach einer Photographie, gest. und gedruckt v. Weger, 4 gefaltete Karten, 5 Tafeln, 7 heliographische Tafeln, 440 Holzstiche, sehr viele Tabellen; –Kanten etwas berieben, Leder mit einigen Abschabungen, Papier durchgehend etwas gebräunt und leicht stockfleckig, insgesamt sehr hübsches, repräsentatives Exemplar.

Darwin ist nicht nur der berühmte Forschungsreisende, der mutige Aufklärer der Abstammungslehre, sondern auch ein faszinierender Schriftsteller, der seinem Vorbild Alexander von Humboldt nicht nachsteht.
Erste deutsche Gesamtausgabe; die ersten Bände in durchgesehenen Auflagen.

Ein *Dikzionnär für Pferdeliebhaber, Pferdehändler, Bereiter, Kur- und Hufschmiede ...*  von 1797.

Karl Friedrich Buschendorf [und Conrad Gustav Philipp von Arnim]; Dikzionnär für Pferdeliebhaber, Pferdehändler, Bereiter, Kur- und Hufschmiede, oder vollständiges Handwörterbuch der sämtlichen Roßkunde usf. 1. bis 4. Theil. 4 Bände [alles]. Leipzig, Friedrich Gotthelf Baumgärtner, 1797, 1801, 1806.





Bestellnummer: 9095
Preis: 1.500,00 €

Halbledereinbände, Lederecken, blaue [Bd.3 marmorierter] Deckel, Farb-schnitt, montierte Rückenschildchen 8°, 1: XXIV, 734 S., 2 gefaltete Tafeln/ 2: 717 S., 1 Bl, 2 gefaltete Tafeln/ 3: 798 S., 2 gefaltete Tafeln/ 4.1: VI, 312 S.; 4.2: XVI, 388 S., 2 Bl; –Deckel berieben und mit kleineren Beschädigungen, Papier in Bd 4 stärker gebräunt, Tafeln und Papier überwiegend in sehr gutem Zustand, Bände 1+2 einheitlich gebunden, Bde 3+4 leicht abweichend.

Das Werk geht zurück auf den berühmten, 1776 erschienenen *Cours d' hippiatrique* bzw. dessen Neuedition *Dictionnaire raisonné d' hippiatrique, usw.* des französischen Tierarztes Philippe-Etienne La Fosse [1739–1820]. Eine erste deutsche Übersetzung erschien 1787/ 88 in der Übersetzung von Johann Knobloch als *Lehrbegriff der Pferdarzney*. Buschendorf verspricht hier: *ganz neu, unter beihilfe der neuesten, besten deutschen, englischen und französischen Schriftsteller bearbeitet* zu haben.

Neben dem Werk von La Fosse sind noch konsultiert: Johann B. von Sind, Wissenschaften eines Stallmeisters; Eberlein, Der vollkommene Pferde-Kenner; Eisenberg, wohleingerichtete Reitschule; Kersting, Pferde zu beschlagen; Mogalla, Krankheiten der Pferde u.s.w. Von A wie Aas bis Z wie Zwölffingerdarm. Stiche von Berggold, Hoppe, Funche u.a. Enthält neben der Physiognomie des Pferdes, der Hufschmiedekunst, der Krankheitslehre des Pferdes auch ausführliche Artikel zur Pharmazie und Medikamentenherstellung.

Das Buchstaben-Buch: Handgemaltes, kalligraphisches Meisterwerk aus der Offenbacher Werkkunstschule

Fritz Usinger/ Karlgeorg Hoefer [Typographie];
Buchstaben-Buch. [Kalligraphie und Typographie Kg Hoefer]. Offenbach a.M., Wilhelm Kumm, 1977. WilpertG2, 88.

Halbleinen-Kassette mit Holzfunierdeckel, Schließlasche Leinen, Kordelbindung, als Blockbuch gebunden, gr-8°, 27 Blatt Japan-Bütten.

Handsatz in der von Hoefer entworfenen Type *Permanent*; Typographie und Gestaltung von Hoefer. Buch Nr. 114 von 200 Exemplaren. Hoefer war Dozent an der Werkkunstschule in Offenbach.

Kalligraphiertes Alphabet von Karlgeorg Hoefer in jedes Buch individuell gemalt, von Usinger und Hoefer impressum signiert; –sehr gutes Exemplar.

Bestellnummer: 16522
Preis: 260,00 €